How Food Trends Challenge Manufacturers

Pflanzliche Nahrung, gesunder Hedonismus oder Snackifikation sind nur einige der Ernährungstrends, die derzeit die Art und Weise beeinflussen, wie wir essen und was auf unseren Speisetischen landet. Häufig verbreiten sich diese Trends schnell über soziale Medienkanäle und gewinnen so an globaler Reichweite. Aber woher kommen die Ernährungstrends eigentlich und was bedeuten sie für die Lebensmittelsicherheit?

Die Esskultur entwickelt sich innerhalb einer Gesellschaft. Aber wenn sich die Gesellschaft verändert, sei es aufgrund politischer, klimatischer, technischer oder kultureller Faktoren, dann verändert sich auch die Esskultur. Gegenwärtig werden die Ernährungstrends durch Faktoren wie Globalisierung, zunehmendes Umweltbewusstsein und den Wunsch nach mehr Transparenz in der Lebensmittelproduktion vorangetrieben. Die österreichische Ernährungswissenschaftlerin Hanni Rützler fasst in ihrem jährlichen Lebensmittelbericht die aktuellen Trends zusammen und erklärt, welchen Einfluss sie sowohl auf die Konsumenten als auch auf die Lebensmittelindustrie haben.

"Glokalisierung" von Lebensmitteln

Es geht nicht um Globalisierung oder Lokalisierung, sondern um "Glokalisierung". Obwohl "globales lokales Essen" widersprüchlich klingt, beschreibt der Begriff wie lokale Esskulturen durch globale Einflüsse geprägt werden. Ein Beispiel dafür sind Tapas, denn Tapas werden nicht nur in Spanien, sondern auch in vielen anderen europäischen Ländern konsumiert. Das gestiegene Umweltbewusstsein hat nun zu einer Nachfrage nach lokalen Produkten geführt. Als Folge davon werden internationale Gerichte wie Tapas oder Sushi mit lokalen und saisonalen Zutaten verfeinert.

Sichere Umgebung, sichere Lebensmittel

Die Auswirkungen des erhöhten Umweltbewusstseins sind jedoch noch größer. Heutzutage wollen die Konsumenten wissen, woher ihre Lebensmittel kommen, was sie enthalten und wie sie hergestellt wurden. Deshalb spielt Transparenz in der Lebensmittelindustrie und der Lebensmittelversorgungskette eine große Rolle. Eine gute Kennzeichnung reicht inzwischen nicht mehr aus, um den Verbraucher von der Qualität des Produkts zu überzeugen. Stattdessen wollen die Verbraucher sehen, wie das Produkt hergestellt wird. Viele Produzenten bereiten sich auf die vollständige Offenlegung ihrer Produktionsprozesse vor, da sie wissen: Ein Kunde, der versteht, wie die Lebensmittel hergestellt werden, würde lieber diese Produkte kaufen als solche, deren Produktionsschritte er nicht kennt. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, dass Produzenten Einblicke in ihre Produktionsprozesse geben, sei es durch Videos, Fallstudien oder Vorträge.

Die Verbraucher bevorzugen nicht nur umweltfreundliche Produktionsverfahren, sondern legen auch Wert auf umweltfreundliche Verpackungslösungen. Dies stellt für viele Produzenten eine Herausforderung dar, da insbesondere natürliche Lebensmittel so verpackt werden müssen, dass sie beim Vertrieb nicht verderben. Ein wertvolles Material, das Produkte vor Verderb und Schmutz schützt, ist Kunststoff. Kunststoff ist jedoch alles andere als umweltfreundlich, weshalb die Regierungen einiger Ländern nun damit beginnen, den Kunststoffverbrauch zu regulieren. Lebensmittelhersteller müssen daher neue Wege finden, um ihre Lebensmittel sicher und gleichzeitig umweltfreundlich zu verpacken.

Da viele Ernährungstrends auf dem Verbraucherverhalten basieren, ist es Aufgabe der Lebensmittelhersteller, ihre Verbraucher zu verstehen, um den Herausforderungen der Lebensmittelsicherheit gerecht zu werden. Die größte Herausforderung ist jedoch, auf dem Laufenden zu bleiben: So schnell sich die Ernährungstrends ändern, so schnell ändert sich auch das Verbraucherverhalten.