Let's Talk About Food Fraud

Lebensmittelbetrug ist nichts Neues und das Thema hat in den letzten Jahren nicht an Aktualität verloren. Tatsache ist, dass Lebensmittelbetrugsskandale immer noch nationale und internationale Schlagzeilen machen - und oft sind sich die Verbraucher nicht einmal bewusst, dass die Lebensmittel, die sie konsumieren, gefälscht sind. Lassen Sie uns einen genaueren Blick auf Lebensmittelbetrug werfen und verstehen, warum es ihn gibt, wie er sich auf Verbraucher auswirkt und wie er bekämpft werden kann.

Warum gibt es Lebensmittelbetrug?

Wie bei den meisten Betrugsfällen zielt auch Lebensmittelbetrug darauf ab, dem Verantwortlichen mit unlauteren Mitteln einen finanziellen Vorteil zu verschaffen. Das Europäische Netzwerk für Lebensmittelbetrug (EU FFN) der EU-Mitgliedsstaaten und der Europäischen Kommission hat vier Kriterien definiert, die einen Lebensmittelbetrug bestätigen sollen:

  • Absicht
  • Verstoß gegen das EU-Lebensmittelrecht
  • Gewinnerzielung
  • Täuschung des Verbrauchers

Zusätzlich hat die Europäische Kommission sieben Arten von Lebensmittelbetrug identifiziert:

  • Verdünnung - Mischen eines flüssigen Inhaltsstoffs von geringem Wert mit einer Flüssigkeit von höherem Wert.
  • Substitution - Ersetzen einer Zutat oder eines Teils eines Produkts durch eine minderwertige Ersatzzutat oder ein Produkt.
  • Verschleierung - Verstecken der geringen Qualität von Lebensmittelzutaten oder Produkten.
  • Falschetikettierung - Platzierung einer falschen Angabe auf der Verpackung zum wirtschaftlichen Vorteil.
  • Nicht zugelassene Verbesserung - Hinzufügen von unbekannten und nicht deklarierten Materialien zu Lebensmittelprodukten, um die Qualitätseigenschaften zu verbessern.
  • Fälschung - Kopieren des Markennamens, des Verpackungskonzepts, der Rezeptur, des Verarbeitungsverfahrens usw. von Lebensmittelprodukten zum wirtschaftlichen Vorteil.
  • Graumarktproduktion/Diebstahl/Ableitung - Verkauf von überschüssigem, nicht gemeldeten Produkt.

Olivenöl ist ein Produkt, das besonders anfällig für Lebensmittelbetrug ist. Raffiniertes Öl könnte als natives oder kaltgepresstes Öl verkauft werden, oder das Öl könnte mit minderwertigen Ölen gemischt worden sein. Lebensmittelbetrug tritt auch häufig bei Fleischprodukten auf, wenn nicht deklarierte Fleischsorten verwendet werden.  

Wie wirkt sich Lebensmittelbetrug auf die Verbraucher aus?

Wenn wir Lebensmittel kaufen, wollen wir sicher sein, dass die Lebensmittel genau das enthalten, was auf dem Verpackungsetikett versprochen wird. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Es ist nicht einfach, Lebensmittelbetrug zu erkennen, und in vielen Fällen bemerken die Verbraucher nicht einmal, dass sie zum Kauf gefälschter Produkte verleitet wurden. Doch manchmal kann Lebensmittelbetrug schwerwiegende Folgen für den Einzelnen haben. Zum Beispiel können nicht deklarierte Allergene in den Lebensmitteln enthalten sein. Wenn jemand mit einer schweren Milchallergie unwissentlich ein Produkt konsumiert, das Spuren davon enthält, kann dies zu lebensbedrohlichen Folgen führen. 

Wie man Lebensmittelbetrug bekämpft

Lebensmittelstandards wie IFS, BRCGS oder FSSC 22000 und die Global Food Safety Initiative (GFSI) haben Anforderungen zur Bekämpfung von Lebensmittelbetrug festgelegt. Im Hinblick auf das Management von Lieferanten verlangt der BRCGS, dass Unternehmen eine dokumentierte Risikobewertung für jeden Rohstoff und jede Rohstoffgruppe durchführen. Außerdem sind Systeme und Verfahren erforderlich, um das Risiko des Einkaufs von gefälschten oder verfälschten Rohstoffen für Lebensmittelprodukte zu minimieren und um sicherzustellen, dass alle Produktbeschreibungen legal, korrekt und verifiziert sind.

Es liegt nun an den Lebensmittelherstellern, die Anforderungen der Lebensmittelstandards umzusetzen. Obwohl es bereits in der Vergangenheit regulatorische Anforderungen zur Bekämpfung von Lebensmittelbetrug gab, hatten nur wenige Unternehmen entsprechende Schritte unternommen. Um die Anforderungen der Standards weiterhin zu erfüllen, müssen die Lebensmittelhersteller nun eine detaillierte Risikoanalyse durchführen und Präventivmaßnahmen ergreifen.

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