Liability - Who Is In Charge When Food Is Contaminated?

Jeden Tag werden Millionen von Tonnen Lebensmittel geerntet, produziert, verpackt, geliefert und konsumiert. Manchmal gelingt es Herstellern und Lieferanten nicht, Fremdkörper in Produkten im Endprodukt zu erkennen. Im schlimmsten Fall können kontaminierte Produkte den Verbrauchern Schaden zufügen und den Ruf der Hersteller schädigen. Was sind also Fremdkörper in Lebensmitteln und wer ist verantwortlich, wenn Lebensmittel kontaminiert sind?

Was ist ein Fremdkörper?

Jeder Stoff, der weder dem Produkt noch der Produktklasse zugeordnet und in der zugehörigen Deklaration nicht aufgeführt ist, wird als Fremdstoff definiert. Fremdstoffe können in drei verschiedene Kategorien eingeteilt werden:

Natürlich vorkommende Fremdstoffe:

Es handelt sich dabei um Inhaltsstoffe, die natürlichen Ursprungs sind, aber nicht im Endprodukt enthalten sein sollten. Dazu gehören Knochen, Samen, Fruchtstiele oder -kerne. Auch wenn diese Bestandteile eindeutig Fremdstoffe sind, kann der Verbraucher sie erwarten, weil sie natürlichen Ursprungs sind.

Nicht-natürliche Fremdobjekte:

Diese Kategorie umfasst alle Komponenten, die nicht natürlichen Ursprungs sind. Dazu gehören Metallfragmente, Kunststoffe, Glasscherben oder Holzsplitter.

Krankheitserreger:

Krankheitserreger sind die Ursache für lebensmittelbedingte Erkrankungen und können zu ernsthaften Beschwerden führen. Einige Krankheitserreger sind häufiger als andere. Dazu gehören Listerien, E.coli oder Salmonellen.

Wer ist verantwortlich?

Die Produktion von Lebensmitteln besteht potenziell aus vielen Schritten, an denen viele verschiedene Interessengruppen beteiligt sind. Wer haftbar gemacht wird, hängt von der jeweiligen Produktionsstufe ab, in der die Kontamination stattgefunden hat. Grundsätzlich können die folgenden Gruppen haftbar gemacht werden:

  • Bauern und Züchter
  • Hersteller
  • Verpacker
  • Verlader
  • Verkäufer und Vertreiber

Was ist zu tun, wenn kontaminierte Lebensmittel gefunden werden?

In vielen Fällen wird der Hersteller zur Verantwortung gezogen. Hersteller sind für nicht-natürliche Fremdkörper und Krankheitserreger stärker haftbar als für natürlich vorkommende Fremdstoffe.

In Fällen, in denen Fremdkörper gefunden werden, ist das Verfahren relativ einfach: Ein Verbraucher findet einen Fremdkörper in seinem Produkt, er reklamiert offiziell, die Reklamation erreicht den Hersteller, der Hersteller prüft die Chargennummer und stellt fest, wann und wohin die Charge geliefert wurde. In vielen Fällen wird das Produkt zurückgerufen und die Charge wird vom Markt genommen. In der Zwischenzeit wird die weitere Produktion gestoppt, um die Ursache der Verunreinigung zu finden. Solche Vorfälle sind in der Regel leicht zu kontrollieren, da der Hersteller die Kontamination anhand der Chargennummer zurückverfolgen kann. Dennoch kann ein solcher Vorfall zu hohen direkten und indirekten Kosten für den Hersteller führen.

Wenn Krankheitserreger im Spiel sind, können viel höhere Kosten anfallen. Krankheitserreger sind für den Einzelnen gefährlich, können aber auch zu einem größeren Ausbruch mit Todesfolge führen. Sobald Krankheitserreger entdeckt werden, ist es wichtig, die Produktion einzustellen, die entsprechenden Chargen zurückzurufen und die Kunden zu informieren. Ein transparenter Informationstransfer ist notwendig, um sicherzustellen, dass der Ausbruch schnell gestoppt wird und sich nicht weiter ausbreitet. Kommt ein Hersteller der Informationspflicht nicht nach, kann er zur Verantwortung gezogen werden. Darüber hinaus reicht es nicht aus, nur über einen solchen Vorfall zu informieren. Der Hersteller muss auch nachweisen, dass er alle korrekten Verfahren während der Produktion eingehalten hat.

Als Interessenvertreter in der Lebensmittelindustrie sind Sie dafür verantwortlich, dass die Verbraucher durch Ihre Produkte nicht geschädigt werden. Ein Hersteller, der für solche Vorfälle verantwortlich gemacht wird, kann sowohl mit hohen Kosten als auch mit einem geschädigten Ruf rechnen. Um eine Lebensmittelkontamination zu verhindern, sollten Hersteller daher Qualitätssicherungsmaßnahmen einführen.

Referenzen:
http://magazine.qualityassurancemag.com/article/december-2018/foreign-matter-whats-your-liability.aspx
https://www.foodsafety.gov/poisoning/responds/index.html
https://www.alllaw.com/articles/nolo/personal-injury/types-liability-lawsuits-food-poisoning.html