The Food Industries Role in Tackling the Coronavirus State of Emergency

Von Simon Creasey

In den letzten 12 Monaten wurde die Welt von der Covid-19-Pandemie heimgesucht. Wir alle haben die tragischen Folgen des Virus aus erster Hand miterlebt und wissen heute viel mehr über das Virus als noch im Januar letzten Jahres, als die Weltgesundheitsorganisation Covid-19 zu einem Public Health Emergency of International Concern erklärte. Aber während unser Wissen über das Virus und seine Ausbreitung exponentiell zugenommen hat, sind auch die Fehlinformationen über das Virus gestiegen - die größtenteils über Social-Media-Kanäle verbreitet werden.

Die Lebensmittelindustrie war nicht immun gegen unbegründete und irreführende Berichte. Einige "Experten" behaupten, dass das Virus auf der Oberfläche von Lebensmittelverpackungen übertragen werden kann. Obwohl die Forschung darauf hindeutet, dass das Virus tatsächlich auf Oberflächen wie Dosen und Flaschen überleben kann, sagt die britische Regierung, dass es dank der Sicherheitsmaßnahmen der Lebensmittelunternehmen "keine Notwendigkeit geben sollte, die Außenverpackung von Lebensmitteln zu desinfizieren". Bis heute gibt es keine konkreten Beweise dafür, dass sich jemand über Lebensmittelverpackungen mit dem Virus angesteckt hat.

Es gibt auch Hinweise darauf, dass das Virus bei sehr niedrigen Temperaturen überleben kann und sogar auf gefrorenem Fleisch übertragen werden kann. Zwar entdeckten die chinesischen Gesundheitsbehörden Ende letzten Jahres tatsächlich lebende Coronaviren auf Verpackungen von Tiefkühlkost, doch gibt es keine handfesten Beweise dafür, dass sich jemand über die Verpackung mit dem Virus angesteckt hat.

Weckruf für die Lebensmittelindustrie

Trotz des Mangels an beweiskräftigem Material wurde der lebensmittelverarbeitende Sektor seit Beginn der Pandemie immer wieder ins Rampenlicht gerückt und gezwungen, seine Arbeitsweise zu überprüfen. In einem Bericht von S&P Global Ratings, der im Oktober letzten Jahres veröffentlicht wurde, beschrieb das Unternehmen Covid-19 als einen "Weckruf für die lebensmittelverarbeitende Industrie". In dem Bericht heißt es, dass die Auswirkungen der Pandemie "die Art und Weise, wie Unternehmen an die Sicherheit ihrer Mitarbeiter herangehen, dauerhaft verändern werden, insbesondere in Fleischbetrieben, wo die Infektionsraten mit Coronaviren hoch waren".

Auch wenn zahlreiche falsche Gerüchte rund um Covid-19 und die Lebensmittelindustrie die Runde machen, so ist es doch wahr, dass es eine Reihe von Ausbrüchen des Virus unter Mitarbeitern in fleischverarbeitenden Betrieben auf der ganzen Welt gegeben hat, die zu erheblichen Unterbrechungen der Lieferketten geführt haben.

Dies ist jedoch auf eine Reihe von verschiedenen Faktoren zurückzuführen. Erstens: Während einige Tierkörper mit Hilfe von Maschinen geschlachtet werden können, erfordern andere menschliche Schlachterfähigkeiten, bei denen Menschen typischerweise Ellbogen an Ellbogen an den Produktionslinien arbeiten. In diesen lauten Produktionsumgebungen müssen die Mitarbeiter oft schreien, um sich mit ihren Kollegen zu verständigen, so dass ein höheres Risiko besteht, dass die Arbeiter das Virus verbreiten.

Einführung von zukunftssicheren Maßnahmen zur Risikominimierung

Um das Risiko weiterer Ausbrüche zu minimieren, haben Fleischverarbeitungsbetriebe schnell soziale Distanzierung, regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen und andere Sicherheitsmaßnahmen wie das Tragen von PSA durch alle Mitarbeiter eingeführt.

Für die Zukunft ist jedoch zu erwarten, dass die Hygienestandards weiter erhöht werden müssen. Einige Verarbeitungsbetriebe implementieren oder erforschen bereits den Einsatz neuer Belüftungssysteme, die die potenzielle Ausbreitung von luftübertragenen Krankheiten wie dem Coronavirus minimieren können.

Eine zweite wichtige Veränderung, die wir in den nächsten Jahren in vielen Lebensmittelunternehmen sehen werden, ist die Einführung eines höheren Automatisierungsgrades in den Produktionslinien. Dies wird jedoch Zeit brauchen und ist nicht ohne Herausforderungen. Automatisierungsanlagen sind kostspielig, die Vorlaufzeit für Bestellungen kann mehrere Monate betragen und in einigen älteren Fabriken kann der Platzmangel die Möglichkeiten zur Einführung moderner Anlagen einschränken.

Neue Sicherheitsstandards für die Herausforderungen der Zukunft

Die oben beschriebenen Maßnahmen sollten dazu beitragen, weitere Virusausbrüche in der Lebensmittelindustrie zu minimieren, aber es besteht eindeutig weiterer Handlungsbedarf. Nach der Pandemie ist zu erwarten, dass Verbraucher, Aufsichtsbehörden und Regierungsbehörden noch mehr Sicherheit in Bezug auf die Lebensmittelsicherheit verlangen werden, was bedeutet, dass Lebensmittelunternehmen möglicherweise neue Sicherheitsstandards und Arbeitsprozesse einführen müssen, um Arbeiter und ihre Produkte zu schützen.

Es ist auch wahrscheinlich, dass die Menschen mehr denn je daran interessiert sein werden, wie ihre Lebensmittel angebaut und verarbeitet wurden. Daher ist es wichtig, dass Lebensmittelunternehmen die Initiative ergreifen, mit vollständiger Transparenz handeln und mit allen Parteien, die ein Interesse daran haben, zusammenarbeiten, um alle regulatorischen Änderungen in Bezug auf die Lebensmittelsicherheit mitzuteilen, anstatt sich unpraktikable Systeme aufzwingen zu lassen.

Dank weltweiter Impfprogramme wird die Bedrohung durch Covid-19 in den kommenden Monaten hoffentlich zurückgehen, aber Gesundheitsexperten glauben, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ein anderer, potenziell gefährlicherer Erreger auftaucht.

Wenn die Lebensmittelindustrie jetzt verantwortungsbewusst handelt und die entsprechenden Sicherheitsprozesse und -protokolle einführt, kann sie viele der Probleme, die während der Covid-19-Pandemie aufgetreten sind, bereits im Vorfeld vermeiden und in Zukunft erhebliche Produktionsunterbrechungen verhindern.

Simon Creasey ist ein freiberuflicher Journalist, der regelmäßig über die Lebensmittel- und Getränkeindustrie für eine Vielzahl von verschiedenen Publikationen schreibt. Früher war er Feature-Redakteur beim branchenführenden Magazin The Grocer.